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    Aktueller Arbeitsmarktbericht der Region Heilbronn-Franken

    Der Trend der letzten Monate setzt sich fort - Arbeitslosigkeit hat kräftig zugenommen

    Ende Januar wurden 220.523 Arbeitslose gezählt, 9,8 Prozent mehr als im Vormonat und 9,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. 116.966 entfielen auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen) und 103.557 auf die Grundsicherung (Jobcenter). Die Arbeitslosenquote betrug 3,5 Prozent nach 3,3 Prozent im Vorjahr. „Auf dem Arbeitsmarkt setzt sich der Trend der letzten Monate fort“, resümiert Christian Rauch, Leiter der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. „Bei fast allen Personengruppen, in allen Agenturbezirken Baden-Württembergs und in beiden Rechtskreisen beobachten wir einen starken Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Vorjahresvergleich.“ Auffällig seien insbesondere die Zugänge aus Erwerbstätigkeit, die 6,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahres liegen. „Der Bestand an Personen in der Arbeitslosenversicherung liegt nun deutlich über dem in der Grundsicherung“, erläutert Rauch. „Zwar sinkt die Zahl der Langzeitarbeitslosen weiter, allerdings nicht mehr so stark wie in den letzten Monaten.“ Auch die Zurückhaltung der Arbeitgeber in Schlüsselbranchen macht sich weiterhin bemerkbar: Der Stellenzugang geht um gut 30 Prozent zurück. Auch der Stellenbestand ist gegenüber Januar 2019 um mehr als ein Fünftel zurückgegangen und liegt etwa auf dem Niveau vom Januar 2016 „Grund dafür sind die Rückgänge im vierten Quartal 2019, die in den vergangenen Jahren nicht zu beobachten waren“, erklärt Christian Rauch. Auch wenn der erste Monat des Jahres 2020 trotz des milden Winters nicht erfreulich am Arbeitsmarkt verlaufen ist und auch für das gesamte Jahr mit einem leicht erhöhten Niveau der Arbeitslosigkeit zu rechnen ist, warnt Rauch davor, bei dem absoluten Niveau von einer Krise zu sprechen. „Insgesamt rechnen wir für 2020 trotzdem mit einem Beschäftigungswachstum von circa 20.000 Arbeitsplätzen in Baden-Württemberg“, so Rauch.

     

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)

     

    Agentur für Arbeit Heilbronn – Stadt- und Landkreis Heilbronn

    Zum Jahresauftakt erwarteter saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit

    „Der Arbeitsmarkt reagiert nicht nur auf konjunkturelle, sondern auch auf saisonale Einflüsse. Wie zu dieser Jahreszeit üblich, ist auch in diesem Januar die Arbeitslosigkeit angestiegen,“ beschreibt Jürgen Czupalla, Leiter der Heilbronner Agentur für Arbeit, die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt. „Trotz des bisher milden Winters ruhen viele Außenarbeiten. Zudem tragen der traditionelle Kündigungstermin zum Jahresende sowie das Auslaufen bei befristeten Arbeitsverträgen zur Zunahme bei. Auch spiegelt sich derzeit die gedämpfte wirtschaftliche Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wider.“

    Arbeitslosigkeit

    Schnee und Eis sind nicht in Sicht – trotzdem fordert die Jahreszeit ihren Tribut auf dem Arbeitsmarkt. Im Januar ist die Zahl der arbeitslosen Menschen im Agenturbezirk Heilbronn um 746 auf 10 083 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind 921 Menschen mehr arbeitslos. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen erhöht sich um 0,3 Punkte auf 3,7 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,4 Prozent. Landesweit steigt die Quote von 3,2 auf 3,5 Prozent.

    Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung

    Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III) sind im Januar 5 280 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 604 Personen mehr. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg von 1 048 oder 24,8 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) hat gegenüber dem Vormonat ebenfalls zugenommen. Die im Agenturbezirk Heilbronn ansässigen Jobcenter registrieren im Januar 4 803 Arbeitslose. Das sind 142 mehr als im Vormonat, jedoch 127 weniger als im Vorjahr (minus 2,6 Prozent).

    Entwicklung nach Personengruppen

    Im ersten Monat des Jahres sind 4 382 Frauen arbeitslos gemeldet, 272 mehr als im Dezember. Bei den Männern ist eine Zunahme um 474 auf 5 701 zu verzeichnen. Geringfügig zugenommen hat die Arbeitslosigkeit auch bei den jüngeren Menschen. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist gegenüber dem Dezember um 36 auf jetzt 959 angestiegen. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit erhöht sich um 0,2 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent. Im Januar des vergangenen Jahres lag die Quote noch bei 2,6 Prozent. Damals waren 798 junge Menschen arbeitslos gemeldet. Deutlicher ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei der Gruppe der über 50-Jährigen. 3 440 Männer und Frauen sind im Januar arbeitslos gemeldet, 272 mehr als im Dezember. Vor Jahresfrist waren noch 3 237 Ältere von Arbeitslosigkeit betroffen.

    Arbeitskräftenachfrage

    Saisonbedingt und auch aufgrund der schwächeren Konjunktur ist der Arbeitskräftebedarf zu Beginn des Jahres zurückgegangen. Den Vermittlungsfachkräften im Arbeitgeberservice, den die Agentur für Arbeit Heilbronn zusammen mit den Jobcentern in Heilbronn organisiert, sind im Januar 473 neue Stellen von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet worden. Das sind 152 weniger als vor einem Monat und 432 weniger als vor einem Jahr. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Dezember auf 2 958 (minus 93) zurückgegangen. Das sind 1.941 Stellen weniger als im Vorjahr (minus 39,6 Prozent).

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)

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