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    Aktueller Arbeitsmarktbericht // November 2021

    Dynamik am Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg hat nachgelassen

    Im November geht die Arbeitslosenquote erneut zurück. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen in Baden-Württemberg sinkt deutlich. Dieser Trend ist durchweg bei allen Personengruppen zu beobachten. Jedoch zeigt sich der Arbeitsmarkt aktuell mit weniger Dynamik. Zu beobachten ist das in den abnehmenden Abgangszahlen in Beschäftigung.

    Im November 2021 waren in Baden-Württemberg 214.004 Menschen arbeitslos gemeldet, 7.698 weniger als im Oktober 2021. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent. Im November 2020 hatte sie noch bei 4,2 Prozent gelegen. Aktuell sind 52.884 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im November 2020. Das entspricht einem Rückgang von fast 20 Prozent. Die Arbeitslosenquote bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 2,2 Prozent gesunken.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)

     

    Agentur für Arbeit Heilbronn – Stadt- und Landkreis Heilbronn

    Arbeitsmarkt weiter auf Erholungskurs - Quote sinkt auf 3,4 Prozent

    „Die günstige Entwicklung der letzten Monate am Arbeitsmarkt hat sich auch im November fortgesetzt. Damit haben wir eine gute Basis für den kommenden Winter. Für die kalte Jahreszeit rechnen wir wieder mit steigenden Arbeitslosenzahlen. Welchen Einfluss darauf die aktuelle Pandemielage sowie der Rohstoffmangel und Lieferprobleme haben werden, können wir allerdings nicht einschätzen. Viele Unternehmen sind wirtschaftlich gut aufgestellt und suchen dringend Personal. Aktuell nehmen die Arbeitsagenturen in der Woche der Menschen mit Behinderung diesen Personenkreis besonders in den Fokus. Menschen mit Handicap sind nicht weniger leistungsfähig, wenn sie an der richtigen Stelle eingesetzt werden. Wir beraten und fördern Betriebe, die diesen Menschen eine Chance geben möchten“, sagt Manfred Grab, Leiter der Heilbronner Arbeitsagentur, zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt.

    Arbeitslosigkeit

    Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Unterland verbessert sich weiter: Während der vergangenen Wochen ist die Zahl der arbeitslosen Menschen nochmals gesunken. Ende November sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Heilbronn 9 428 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das sind 423 Personen weniger als vor einem Monat und 2 591 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote geht um 0,2 Prozentpunkte zurück und liegt bei 3,4 Prozent. In Baden-Württemberg ist die Quote im November auf 3,4 Prozent (minus 0,1) gesunken.

    Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung

    In der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III sind im Statistikzeitraum 4 181 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem letzten Monat sind das 238 Personen weniger. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Abnahme von 2 526 Personen. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) ist ebenfalls zurückgegangen. Die im Heilbronner Agenturbezirk ansässigen Jobcenter registrieren im November 5 247 Arbeitslose. Das sind 185 weniger als im Vormonat und 65 weniger als vor einem Jahr.

    Entwicklung nach Personengruppen

    Im November sind 4 230 Frauen arbeitslos gemeldet, 244 weniger als im Vormonat. Bei den Männern geht die Zahl der Arbeitslosen um 179 auf 5 198 zurück. Die Zahl der jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren ist um 107 auf 658 zurückgegangen. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit verringert sich im Statistikzeitraum um 0,3 auf 2,2 Prozent. Bei den Älteren ist die Arbeitslosigkeit ebenfalls gesunken. 3 496 Frauen und Männer in der Alterskategorie 50 plus sind im November arbeitslos gemeldet, 86 weniger als im Vormonat und 504 weniger als vor einem Jahr.

    Kurzarbeit

    Im Mai – aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor – waren im Heilbronner Agenturbezirk 11 961 Personen in 1 785 Betrieben von Kurzarbeit betroffen. Die Kurzarbeiter-Quote bezogen auf die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag bei 5,5 Prozent.   Arbeitskräftenachfrage   Den Vermittlungsfachkräften im Arbeitgeberservice sind in den letzten vier Wochen 572 neue Stellen von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet worden. Das sind 37 weniger als vor einem Monat und vier weniger als im Vorjahr. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Oktober auf 3 343 (minus 25) leicht zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das aber 980 oder 41,5 Prozent mehr.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)

     

    Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim

    Arbeitslosigkeit geht erneut zurück

    Im November ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim auf 9541 gesunken. Das sind 274 Arbeitslose (- 2,8 Prozent) weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent gesunken. In Baden-Württemberg liegt sie bei 3,4 Prozent (- 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat).

    Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit noch deutlicher zurück, um 20,1 Prozent. Nicht alle Personengruppen profitieren jedoch in gleichem Maße von diesem Rückgang. So ist die Arbeitslosigkeit von Menschen mit einer Schwerbehinderung nur um 9,5 Prozent zurückgegangen. „Mehr als jeder Zehnte Arbeitslose hat eine Schwerbehinderung. Diesem Personenkreis gelingt es seltener eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden als den Menschen ohne Behinderung“, erklärt Elisabeth Giesen, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim. „Häufig haben Unternehmen Vorbehalte gegenüber Bewerberinnen und Bewerbern mit einer Behinderung. Diese beruhen meistens auf einer Fehleinschätzung, denn eine Schwerbehinderung ist nicht gleichzusetzen mit mangelnder Qualifikation oder Leistungsfähigkeit. Im Gegenteil: Das Ausbildungsniveau bei den schwerbehinderten Arbeitslosen liegt über dem der Arbeitslosen ohne Schwerbehinderung. Mit einem breiten Spektrum an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen unterstützen wir Menschen mit einer Behinderung möglichst betriebsnah. So können sie ihr Potential in den Unternehmen zeigen.“

    Im November haben Unternehmen 1390 Stellenangebote gemeldet. Das ist fast die Hälfte mehr als im letzten Jahr. Insgesamt waren zum Stichtag 7262 Stellenangebote im Bestand und damit deutlich mehr als vor der Krise im November 2019 (6857).

    Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

    Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote wie schon im Oktober bei 2,9 Prozent. Im November waren 3306 Menschen arbeitslos gemeldet, 27 oder 0,8 Prozent weniger als im Oktober. 821 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 851 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 470 Stellen gemeldet, 78 oder 19,9 Prozent mehr als im November 2020. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2593.

    Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

    Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,6 Prozent (Vormonat 2,7 Prozent). Im November waren 1779 Menschen arbeitslos gemeldet, 38 oder 2,1 Prozent weniger als im Oktober. 381 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 419 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 171 Stellen gemeldet, 53 oder 44,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1143.

    Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

    Im Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,6 Prozent (Vormonat 2,7 Prozent). Im November waren 1989 Menschen arbeitslos gemeldet, 105 oder 5 Prozent weniger als im Vormonat. 554 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 664 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 538 Stellen gemeldet, 243 oder 82,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2372.

    Die Eckwerte nach Rechtskreisen

    Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4380 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 5161. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 45,9 Prozent.

    Von den 3306 Arbeitslosen im Landkreis Schwäbisch Hall wurden 1699 Arbeitslose vom Jobcenter Schwäbisch Hall betreut (Oktober 2021: 1697). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Haller Landkreis betreuten 1607 Arbeitslose (Oktober 2021: 1636).

    Von den 1779 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 706 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (Oktober 2021: 716). Die Arbeitsagentur im Hohenlohekreis betreute 1073 Arbeitslose (Oktober 2021: 1101).

    Von den 1989 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 794 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (Oktober 2021: 805). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis betreuten 1195 Arbeitslose (Oktober 2021: 1289).

    Kurzarbeit

    „Mit Blick auf die stark steigenden Infektionszahlen in der Corona-Pandemie begrüße ich es sehr, dass die Sonderregelungen für das Kurzarbeitergeld erneut verlängert wurden. Kurzarbeit sichert in der Krise Beschäftigung. Arbeitskräfte werden nicht arbeitslos und Firmen können ihre eingearbeiteten Fachkräfte halten“, so Elisabeth Giesen.  Das Bundeskabinett hat die maximale Bezugsdauer von 24 Monaten sowie die Erleichterungen und Sonderregelungen des Kurzarbeitergeldes bis zum 31. März 2022 verlängert. Die bisherige vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge wird dabei auf die Hälfte reduziert.

    Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten zu geprüften Anzeigen wurde im Agenturbezirk im November für 486 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt.

    „An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass Kurzarbeit nach einer Unterbrechung von drei Monaten oder mehr neu angezeigt werden muss“, erklärt Elisabeth Giesen. „Das gilt auch dann, wenn aufgrund der letzten Anzeige über Arbeitsausfall der bewilligte Zeitraum der Kurzarbeit noch fortdauert.“

    Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Mai 2021 zur Verfügung. So haben nach vorläufigen hochgerechneten Daten im Mai im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim 16438 Arbeitnehmer*innen in 2083 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet. Im Landkreis Schwäbisch Hall haben 5317 Arbeitnehmer*innen in 660 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

    Im Hohenlohekreis haben 2977 Arbeitnehmer*innen in 367 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

    Im Main-Tauber-Kreis haben 4766 Arbeitnehmer*innen in 538 Betrieben oder Betriebsabteilungen kurzgearbeitet.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

     

    Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit

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