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    Land kürt neue Genussbotschafter: Hartmann Dippon vom Schlossgut Hohenbeilstein ausgewählt

    Auf dem 6. Genussgipfel in Mannheim hat das Land drei neue Genussbotschafter ausgezeichnet. Die Preisträger leisten einen hervorragenden Beitrag, um das vielfältige Profil Baden-Württembergs als das Genießerland zu stärken. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des 30-jährigen Jubiläums der „Vier Motoren für Europa“.

    „Die diesjährigen Preisträger leisten einen hervorragenden Beitrag, das vielfältige Profil Baden-Württembergs als das Genießerland zu stärken und zu präsentieren. Sie stehen für ein Verständnis für die Zusammenhänge von Produktion, Dienstleistung und regionalen, regionaltypischen Wertschöpfungsketten als Ergebnis ihrer regionalen Verwurzelung und Verantwortung“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich der diesjährigen Preisverleihung „Genussbotschafter Baden-Württemberg“ auf dem 6. Genussgipfel im Barockschloss Mannheim.

    „Regionale Vielfalt – Motor unserer gemeinsamen Lebensmittelkultur“

    Der 6. Genussgipfel „Regionale Vielfalt – Motor unserer gemeinsamen Lebensmittelkultur“ befasste sich im Kontext der zukünftigen gemeinsamen Agrarpolitik der EU mit der Rolle einer gemeinsamen Qualitätspolitik für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel. Ein Ziel des Genussgipfels war es, unter den Partnern der „Vier Motoren für Europa“ Gemeinsamkeiten zu diskutieren, wie eine Lebensmittelkultur der Vielfalt Beiträge für die wirtschaftliche und politische Weiterentwicklung Europas leistet und leisten kann. „Die ‚Vier Motoren für Europa‘ stimmen überein, dass die Zukunft und Stärke Europas in der Vielfalt seiner Regionen und den dabei verbindenden Gemeinsamkeiten wie dem jeweiligen kulinarischen Erbe an vielfältigen, authentischen Agrarerzeugnissen und Lebensmitteln liegt“, sagte der Minister. „Es sind Menschen, die dieses Erbe erarbeitet haben, bewahren und verteidigen und erforderlichenfalls auch weiterentwickeln“, so Hauk.

    Produkte aus eigener Region stoßen bei Verbrauchern auf großes Interesse

    Angesichts großer ökologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen rücke die Gestaltung der zukünftigen Esskultur und der damit verbundenen Lebensmittelproduktion verstärkt in den politischen Fokus. „Ein solcher Prozess braucht Menschen, die Visionen haben und auch Pionier sind. Menschen, die es verstehen, in Netzwerken zu arbeiten oder auch über die Möglichkeiten verfügen, Zusammenhänge im Sinne von ‚Menschen.Produkte.Geschichten‘ darzustellen und erlebbar zu machen. Denn Produkte aus der eigenen Region stoßen bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern auf ein steigendes Interesse im Sinne von ‚Dich kenn ich, Dich mag ich, Dich kauf ich‘“, sagte Minister Hauk.

    Diese Vorzüge der heimischen Produkte und den damit verbundenen Mehrwert noch stärker zu kommunizieren, sei auch das Ziel der Regionalkampagne des Landes Baden-Württemberg „Natürlich. VON DAHEIM“. „Mit der jährlichen Preisverleihung ‚Genussbotschafter Baden-Württemberg‘ wollen wir solche Menschen, die sich für dieses Profil und Versprechen unseres Genießerlands verdient gemacht haben, auszeichnen“, sagte der Minister.

    Die Genussbotschafter

    Im Jahr 2018 wurden drei Personen als Genussbotschafter ausgezeichnet: Petra Klein, Rundfunkmoderatorin aus Stuttgart, Hartmann Dippon, Bioweingärtner vom Schlossgut Hohenbeilstein (Landkreis Heilbronn) und Hubert Neidhart vom Restaurant ‚Grüner Baum‘ in Moos (Landkreis Konstanz).

    Petra Klein wurde als Genussbotschafter Baden-Württemberg 2018 ausgewählt, weil sie sich durch ihre Tätigkeit als Moderatorin und Redakteurin für die Themenfeldern Wertigkeit und Vielfalt regionaler authentische Lebensmittel stark gemacht hat. Dazu braucht es Fachkenntnis, Empathie und Vernetzung, die sich Petra Klein beharrlich erarbeitet und zum Nutzen des Genießerlands Baden-Württemberg umgesetzt hat.

    Hartmann Dippon baut auf seinem familiengeführten Schlossgut Hohenbeilstein seit fast 25 Jahren Wein nach kontrolliert ökologischen Richtlinien an. Er gilt als Vorreiter des Bioweinbaus in Baden-Württemberg und als Referenz für die gesamte Weinbranche. Hartmann Dippon zeigt größte Sorgfalt im Umgang mit der Natur und der Tradition ohne das Moderne und Zweckmäßige aus den Augen zu verlieren. Zudem verstand er es, frühzeitig seine Leidenschaft und sein Verantwortungsbewusstsein für den biologischen Weinbau an die nächste Generation weiterzugeben.

    Der dritte diesjährige Preisträger, Huber Neidhard, ist mit seinem Restaurant ‚Grüner Baum‘ ein authentischer und regional erfolgreicher ‚Schmeck den Süden‘-Gastronom. Er setzte sich zupackend für den Erhalt alter Sorten des Gartenbaus und der Landwirtschaft ein, insbesondere für die Renaissance der Höri Bülle, eine autochthone rote, süße Zwiebel vom Bodensee. Dies stellt einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in der Landwirtschaft dar und hilft dabei, diese alte Sorte im zunehmenden Maße kulinarisch aber auch insbesondere mit touristischen Dimensionen erfolgreich in Wert zu setzen.

     

    Text- und Bildquelle: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

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