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    Nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt - Arbeitslosigkeit hat leicht abgenommen

    Ende Oktober wurden 198.200 Arbeitslose gezählt, 2,3 Prozent weniger als im Vormonat und 6,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. 98.005 entfielen auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen) und 100.195 auf die Grundsicherung (Jobcenter). Die Arbeitslosenquote betrug 3,2 Prozent nach 3 Prozent im Vorjahr. „Der Arbeitsmarkt Baden-Württemberg ist weiterhin sehr robust, jedoch lassen sich derzeit sehr unterschiedliche Entwicklungen feststellen“; fasst Christian Rauch zusammen, Leiter der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. „Es ist einerseits erfreulich, dass die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen am Arbeitsmarkt saisonbedingt abgenommen hat.“ Besonders positiv vermerkt Rauch auch die zurückgegangene Zahl der Grundsicherungsempfänger und Bedarfsgemeinschaften: „Das zeigt uns, dass unsere langfristigen Investitionen und die Arbeit mit diesem Personenkreis grundsätzlich erfolgreich sind.“ In der Arbeitslosenversicherung ist die Gesamtzahl der Arbeitslosen gegenüber dem letzten Jahr jedoch um 13,6 Prozent gestiegen: „Ein klares Signal für die konjunkturbedingte nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt“, kommentiert Christian Rauch. „Die verschiedenen Regionen sind davon höchst unterschiedlich betroffen.“ So verzeichne beispielsweise der Agenturbezirk Rottweil/Villingen-Schwenningen die höchste Steigerung in der Arbeitslosenversicherung, Freiburg dagegen die niedrigste. „Die Gesamtarbeitslosigkeit in Baden-Württemberg steigt dadurch insgesamt kaum, das heißt der Arbeitsmarkt als Ganzes wird von der abflauenden Konjunktur derzeit noch vergleichsweise wenig beeinträchtigt.“

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg)

     

    Agentur für Arbeit Heilbronn – Stadt- und Landkreis Heilbronn

    Eintrübung am Arbeitsmarkt – leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit

    „Aufgrund der konjunkturellen Eintrübung hat die übliche Herbstbelebung im Oktober auf unserem Arbeitsmarkt nicht stattgefunden“, sagt Alexandra Neukam, die neue operative Geschäftsführerin der Heilbronner Arbeitsagentur. „Während wir in den vergangenen Jahren im Oktober immer einen Rückgang an arbeitslosen Menschen gegenüber dem Vormonat verzeichnen konnten, hat aktuell die Arbeitslosigkeit zugelegt, wenn auch nur leicht. Ebenso hat sich die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vorjahresmonat merklich erhöht.“

    Arbeitslosigkeit

    Nach dem Rückgang im September hat die Zahl der Menschen ohne Arbeit im Oktober leicht zugenommen. Aktuell sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Heilbronn 9 291 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet; das sind neun mehr als im September und 437 mehr als vor einem Jahr. In den vergangenen Jahren hatte die Arbeitslosigkeit im Oktober gegenüber dem Vormonat noch abgenommen. Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 3,4 Prozent. Landesweit bleibt die Quote im Oktober bei 3,2 Prozent.

    Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung

    In der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III sind im

    Oktober 4 457 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 58 Personen mehr und 325 mehr als noch vor einem Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II) ist dagegen zurückgegangen. Die Jobcenter im Heilbronner Agenturbezirk registrieren im Statistikzeitraum 4 834 Arbeitslose. Das sind 49 weniger als im Vormonat aber 112 mehr als noch vor einem Jahr.

    Entwicklung nach Personengruppen

    Im Oktober sind 4 187 Frauen arbeitslos gemeldet, 36 mehr als vor vier Wochen. Bei den Männern geht die Zahl der Arbeitslosen um 27 auf 5 104 zurück. Aufgrund des Ausbildungs- und Studienbeginns ist die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren gegenüber dem September um 143 auf 848 zurückgegangen. Vor einem Jahr waren 810 junge Menschen arbeitslos gemeldet. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit sinkt gegenüber dem September um 0,5 Punkte auf 2,7 Prozent. Damit liegt die Quote auf dem Vorjahresniveau. Bei den Älteren hat sich die Arbeitslosigkeit erhöht. 3 150 Frauen und Männer in der Alterskategorie 50 plus sind im Oktober arbeitslos gemeldet, 80 mehr als im Vormonat. Vor Jahresfrist waren 3 039 Ältere von Arbeitslosigkeit betroffen.

    Arbeitskräftenachfrage

    Den Vermittlungsfachkräften werden in den letzten vier Wochen 896 neue Stellen von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet. Das sind 45 mehr als vor einem Monat. Der Stellenbestand ist gegenüber dem September auf 4 732 (minus 283) zurück-gegangen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 251 weniger.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Heilbronn)

     

    Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim

    Arbeitslosenzahlen sinken leicht - konjunkturelle Eintrübung spürbar

    Im Oktober ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim erneut gesunken. Insgesamt sind 9.115 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 192 Arbeitslose weniger (Minus 2,1 Prozent) als im Vormonat, 375 mehr als im Oktober 2018 (Plus 4,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt wie im September bei 2,7 Prozent. In Baden-Württemberg beträgt die Arbeitslosenquote 3,2 Prozent.

    Eine konjunkturelle Eintrübung ist spürbar, die sich aber im Oktober noch nicht in den Arbeitslosenzahlen niederschlägt. Dies liegt vor allem daran, dass viele Jüngere nach einer kurzen Arbeitslosigkeit beruflich neu gestartet sind, eine weitere Schule besuchen oder ein Studium begonnen haben. „Der Arbeitsmarkt ist trotz globaler Unsicherheiten weiter aufnahmefähig, dennoch müssen einige Firmen wegen zurückgehender Auftragslage einzelne Mitarbeiter entlassen oder verlängern befristete Verträge nicht“, so Karin Käppel, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

    Im Oktober wurden 1.286 neue Stellenangebote gemeldet, 27 weniger als im Vormonat (Minus 2,1 Prozent), 280 (Minus 17,9 Prozent) weniger als im Oktober 2018. Insgesamt waren 7.335 offene Stellenangebote gemeldet, 447 weniger (Minus 5,7 Prozent) als im Vormonat, 757 (Minus 9,4 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat.

    Fachkräfte werden weiterhin gesucht. Um gerade auch für die jungen Mitarbeiter und Azubis der Generation Y und Z ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, lohnt es sich, die Erwartungen und Lebenseinstellungen der Jungen genauer unter die Lupe zu nehmen und zu berücksichtigen. „Verändertes Personal Recruiting und gutes Firmenimage sind wichtige Pfeiler. Wer hierzu beraten werden möchte, kann sich gerne an seinen Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service wenden“, bietet die Agenturleiterin an.

    Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

    Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 2,6 Prozent (Vormonat 2,7 Prozent). Im Oktober waren 2.998 Menschen arbeitslos gemeldet, 84 oder 2,7 Prozent weniger als im September und 23 (0,8 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. 1.043 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1.118 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 562 Stellenangebote gemeldet (Oktober 2018: 503), 104 oder 22,7 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.557; 2,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

    Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,4 Prozent (Vormonat 2,4 Prozent). Im Oktober waren 1.607 Menschen arbeitslos gemeldet, 38 oder 2,3 Prozent weniger als im September und 140 (9,5 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. 491 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 537 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 211 Stellenangebote gemeldet (Oktober 2018: 237), 11 oder 5,5 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 1.277; 16,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

    Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

    Im Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,6 Prozent (Vormonat 2,6 Prozent). Im Oktober waren 1.982 Menschen arbeitslos gemeldet, 52 oder 2,6 Prozent weniger als im Vormonat und 125 (6,7 Prozent) mehr als im Oktober 2018. 731 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 781 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 324 Stellenangebote gemeldet (Oktober 2018: 581). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 2.373; 11,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

    Die Eckwerte nach Rechtskreisen

    Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 3.937 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 5.178. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 43,2 Prozent.

    Von den 2.998 Arbeitslosen im Landkreis Schwäbisch Hall wurden 1.324 Arbeitslose vom Jobcenter Schwäbisch Hall betreut (September 2019: 1.364). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Haller Landkreis betreuten 1.674 Arbeitslose (September 2019: 1.718).

    Von den 1.607 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 637 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (September 2019: 655). Die Arbeitsagentur im Hohenlohekreis betreute 970 Arbeitslose (September 2019: 990).

    Von den 1.982 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 831 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (September 2019: 830). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis betreuten 1.151 Arbeitslose registriert (September 2019: 1.204).

    Der Ausbildungsmarkt

    Mit dem Monat September endet das sogenannte Berichtsjahr zum Ausbildungsmarkt, das von Oktober 2018 bis September 2019 dauert. Hier orientiert sich die Statistik am Schul- und Ausbildungsjahr. „Der Ausbildungsmarkt bleibt ein Bewerbermarkt und die Schere zwischen Bewerber und Ausbildungsplatzangebot geht weiter auseinander. So kommen auf einen Bewerber 1,6 Stellen“, fasst Karin Käppel die Zahlen der aktuellen Ausbildungsbilanz zusammen. Seit Oktober 2018 hatten sich 3.451 junge Menschen als Bewerber um eine Ausbildungsstelle bei der Arbeitsagentur gemeldet. Das entspricht einem Rückgang von 276 Bewerbern (Minus 7,4 Prozent). 5.647 freie Ausbildungs-stellen wurden gemeldet, 2,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

    (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim)

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