• Menü schließen
  •  

    Sechs Leuchtturmprojekte für die Region Heilbronn-Franken im Rennen um Fördergelder in Millionenhöhe

    • Vorstellung der Projekte
    • Maximale Fördersumme für ein Leuchtturmprojekt beträgt 7,5 Mio. Euro

    Die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) ist in ihrer Funktion als Lead-Partner verantwortlich für den Wettbewerbsbeitrag der Region Heilbronn-Franken bei RegioWIN2030. Dazu hat sich die WHF gemeinsam mit relevanten Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Verwaltung mit den Stärken und Schwächen der Region im Hinblick auf Forschung, Entwicklung und Innovation für nachhaltige Entwicklung auseinandergesetzt. Aus diesem Prozess heraus wurden Zukunftschancen abgeleitet und identifiziert um im nächsten Schritt eine gemeinsame Umsetzungsstrategie (Regionales Entwicklungskonzept) zu entwickeln.

    Entstanden ist ein zukunftsorientiertes Regionales Entwicklungskonzept (REK) mit dem Titel „Heilbronn-Franken auf dem Weg in die Zukunft – Wandel in einer ländlich geprägten Region“. Das REK sieht, entsprechend der Vorgabe, drei inhaltliche Schwerpunktbereich vor: Transformation und Qualifizierung in der Produktion, Gesundheit sowie nachhaltige Mobilität und Energie. Für den Wettbewerbsbeitrag zu RegioWIN2030 wurden von zahlreichen regionalen Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sechs Leuchtturmprojekte erarbeitet, die im Dezember 2020 zur Förderung durch die EU und das Land Baden-Württemberg eingereicht wurden.

    Vorstellung der RegioWIN2030-Leuchtturmprojekte der Region Heilbronn-Franken:

    Hydrogen Hub HN-F // Projektträger: Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn GmbH

    Am DLR-Standort in Lampoldshausen soll ein Test-, Anwendungs-, und Transferzentrum entstehen, welches die mittelständischen Unternehmen in der Entwicklung und Erprobung von Wasserstofftechnologien unterstützt, um innovative Lösungen von der Ideenfindung bis zur Marktreife von Systemen und Komponenten zu fördern. Für Unternehmen und Kommunen ergibt sich ein unmittelbarer Mehrwert durch anwendungsnahe wissenschaftliche Entwicklungs- und Transferaktivitäten sowie projektbezogene Beratung, um den regionalen energetischen Strukturwandel auf unterschiedlichen Ebenen voranzutreiben. Das Projekt weist folgende Alleinstellungsmerkmale auf: Die Entstehung von europaweit einzigartigen Testmöglichkeiten mit gasförmigem und flüssigem Wasserstoff, Zugang zu einer neutralen Testumgebung, die Bedarfsdeckung der regionalen Wasserstoffwirtschaft, eine nutzenstiftende Wirkung für Wirtschaft, Forschung und Hochschulen aus der Region und darüber hinaus die Ansiedlung von Unternehmen im Umfeld des Projekts.

    I3-Lab // Projektträger: MOLIT Institut gGmbH

    Es handelt sich um ein Projekt, das dem Oberthema "Gesundheit" zuzuordnen ist. Im Projekt geht es um den Aufbau einer eigenen molekularbiologischen Laborkompetenz mit Bio-Bank. I³ steht dabei für die Verknüpfung von Data Science, Core Labs und Klinische Studien. Diese Verzahnung bietet einen Rahmen für die Translation von Innovationen in die Wirtschaft und fördert so die Entwicklung des Branchenzweiges Life Science in der Region Heilbronn-Franken. Durch das Leuchtturmprojekt wird die Region attraktiver für den Zuzug molekularbiologischer Kompetenzträger. Zielgruppen sind die wissenschaftlichen Einrichtungen der Region, die Wirtschaft durch ein verbessertes Umfeld für Start-ups im Life Science Bereich oder auch durch die Option zur Diversifikation bestehender Unternehmen. Für die Leistungserbringer im Gesundheitswesen kommt es zu einer Etablierung von telemedizinischen/digitalen intersektoralen sowie personalisierten und datengetriebenen Versorgungskonzepten in der Region.

    AI Training- & Qualification Campus (AI-TRAQC)

    Projektträger: Hochschule Heilbronn

    In Heilbronn-Franken fehlen in bedeutendem Maße Datenanalysten*innen und Expert*innen im KI- und Machine-Learning-Bereich um insbesondere den Unternehmen Nutzen und Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) näherzubringen und in wertschöpfende Anwendungen umzusetzen. Das Projekt realisiert einen umfassenden Beitrag zur nachhaltigen Sicherstellung von Beschäftigung, Bildung und Innovation in den von KI herausgeforderten Branchen. Ziel des Projekts ist die Errichtung breit angelegter KI-Transferbrücken in Richtung regionaler KMU innerhalb eines neu zu etablierenden AI-TRAQC. Dieser basiert auf drei Säulen: Weiterbildung und Qualifizierung von beschäftigten im Qualification Center, der wissenschaftlichen Auseinandersetzung und Weiterentwicklung von KI im Science Center und der Unterstützung von KI-basierter Entrepreneurship und Innovationen im Innovation Hub.

    Regionale Befähigung zur digitalen Transformation in der Fertigungstechnik

    (F-IT4Transformation)

    Projektträger: TUM Campus Heilbronn gGmbH und Fraunhofer IAO, KODIS

    Das Projekt soll Unternehmen und ihre Beschäftigten zur aktiven Gestaltung der digitalen Transformation befähigen. Dabei sollen sie mit den passenden digitalen Kenntnissen und Fertigkeiten ausgestattet werden, um den strukturellen Wandel zu unterstützen. Erstens sollen Kompetenzen in der digitalen Fertigungstechnik, insbesondere auch unter Reallaborbedingungen erlebbar gemacht werden, zweitens soll digitale Transformation mittels Qualifizierungsformaten und Transfermaßnahmen konkret in den Betrieben ermöglicht, umgesetzt und verankert werden und drittens entstehen neue Austausch-, Vernetzungs- und Diskussionsformate, um die digitale Transformation regional und überregional zu verankern und breit weiterzudenken. Grundsätzlich eröffnet die intelligente Verbindung elektronischer Datenverarbeitung, wie KI mit bestehenden physischen Anlagen Chancen z.B. im Hinblick auf Ressourceneinsatz und Wartungsaufwände. Darüber hinaus können neue digital gestützte Wertschöpfungsformen realisiert werden und schließlich kann das lokal gebündelte Know-how in digitale Services überführt und damit standortübergreifend bereitgestellt werden.

    Spin-Off-Lab Künzelsau // Projektträger: Stadt Künzelsau

    Das Projekt schafft das erste explizit auf Ausgründungen von Unternehmen spezialisierte Gründungszentrum in Baden-Württemberg. Es unterstützt mit räumlichen und inhaltlichen Ressourcen die Unternehmen der Region dabei, wichtige Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Strukturwandel, Automatisierung der Produktion und Klimawandel anzugehen. Gleichzeitig nimmt es Einfluss auf das Ideen- und Gründungsmindset in der Region, indem es sensibilisiert und einen Veränderungsprozess in der Organisationskultur anstößt. Darüber hinaus werden wichtige Impulse in Richtung der Entstehung einer Ideen-, Innovations- und Gründungskultur in diesem Netzwerk gesetzt. Im Spin-Off-Lab können Innovationsteams unabhängig vom Tagesgeschäft allein oder mit Teams anderer Unternehmen sowie Start-ups und Ausgründungen zusammen an Ideen und Innovationen arbeiten. Das Lab soll aber nicht nur ein Arbeitsort, sondern vor allem auch ein kultureller Kuliminationspunkt, ein Labor und Ausgangspunkt für Ideen-, Innovations- und Gründungskultur sein. Dafür braucht es ein Zentrumsmanagement mit einem passenden Eventangebot.

    Brainstation Lauda // Projektträger: Brainstation GmbH & Co. KG

    Das Projekt stellt ein Innovationszentrum im ländlichen Raum dar, um dort die Innovationsfähigkeiten und -aktivitäten im Ausbau unterstützen zu können. Dabei geht es um die Schaffung optimaler Räumlichkeiten, die gut an die Ballungsräume angebunden sind und durch ihre kommunikative Atmosphäre den Austausch fördern. Ziel dabei ist eine zielgerichtete und interaktive Team- und Projektarbeit. Das Projekt teilt sich in mehrere Einheiten auf. Zum einen soll es einen Co-Working-Space insbesondere für Start-ups, der primär auch die Nähe zu den etablierten Unternehmen bietet, geben. Darüber hinaus bietet das Innovation Lab ein wichtiges Element einer ganzheitlichen Innovationsstrategie. In einem größeren Raum soll eine Temperier-Erlebniswelt Anschauungsbeispiele erlebbar machen, die möglicherweise durch eine Digitalwerkstatt für Kinder ergänzt werden soll. Abgebrundet wird das Konzept durch einen öffentlichen Maker Space.

     

    Text- und Bildquelle: Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH

    Bildergalerie
     
     
     
    Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH | Weipertstraße 8-10 | 74076 Heilbronn | Telefon 0049 - 7131-7669-860
     

    NEWSLETTER

    Immer auf dem neuesten Stand – mit dem Newsletter der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH