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    Sorgenvoller Start ins Jahr // Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage im Handwerk

    Die Corona-Pandemie sorgt nach fast einem Jahr auch in vielen Handwerksbetrieben für Krisenstimmung. Das zeigen die Ergebnisse der Konjunkturumfrage der Handwerkskammer, die Mitte Januar durchgeführt wurde. „In fast allen Gewerken gibt es inzwischen Rückgänge bei Aufträgen und Umsatz“, erklärt Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. „Auch die Auslastung der Betriebe hat sich insgesamt verschlechtert“, stellt Bopp fest. Schließlich litten nicht nur Friseure und Kosmetiker als unmittelbar Betroffene unter wochenlangen Schließungen. „Viele andere sind durch Geschäftsbeziehungen von den geschlossenen Unternehmen in Handel, Gastronomie, Hotellerie oder der Veranstaltungsbranche abhängig“, weiß der Kammerpräsident. Die Reserven vieler Betriebe seien mittlerweile größtenteils aufgebraucht. „Nun müssen wenigstens die versprochenen Hilfen endlich schneller fließen, um den Betrieben wieder etwas Luft zu verschaffen“, fordert Ulrich Bopp.

    Geschäftsentwicklung

    Immerhin knapp zwei Drittel der befragten Betriebe bewerteten ihre Geschäftslage im vierten Quartal 2020 noch mit gut (61,9 Prozent, Vorjahr: 72,5 Prozent). Rund ein Fünftel der Betriebe zeigte sich zufrieden (19,9 Prozent, Vorjahr: 22,2 Prozent). Bei 18 Prozent liefen die Geschäfte schlecht (Vorjahr: 5,3 Prozent). Für die nächsten Wochen erwartet die Mehrheit der Befragten, dass sich ihre Lage nicht verändert (53,8 Prozent, Vorjahr: 69,6 Prozent). Rund 11 Prozent erwarten eine Verbesserung (Vorjahr: 14,5 Prozent). Fast 35 Prozent fürchten, dass sich die Geschäftslage verschlechtert (Vorjahr: 15,9 Prozent).

    Auftragsentwicklung

    Bei den Aufträgen verzeichnet die Meisten der Befragten ein Minus (38,4 Prozent, Vorjahr: 20,9 Prozent). Rund 24 Prozent der Betriebe konnten sich über steigende Aufträge freuen (Vorjahr: 32,9 Prozent). Auch in den kommenden Wochen erwarten nur rund 17 Prozent der Handwerker mehr Aufträge (Vorjahr 25,2 Prozent), während fast doppelt so viele von weniger Aufträgen ausgehen (32,1 Prozent, Vorjahr: 21,2 Prozent).

    Umsatzentwicklung

    Bei den Umsätzen verzeichneten zum Ende des Jahres immerhin noch mehr Betriebe einen Anstieg (36,7 Prozent, Vorjahr 39 Prozent) als einen Rückgang (29,4 Prozent, Vorjahr: 16,3 Prozent). Auf das nächste Quartal schauen die Handwerker im Kammerbezirk Heilbronn-Franken aber pessimistisch. Derzeit rechnen rund 15 Prozent mit höheren Umsätzen (Vorjahr: 13 Prozent) und rund 34 Prozent mit weiteren Rückgängen (Vorjahr: 28,8 Prozent).

    Beschäftigte

    In den letzten drei Monaten beschäftigten rund 6 Prozent der Betriebe mehr Mitarbeiter (Vorjahr: 9,2 Prozent) während sich bei knapp 11 Prozent die Belegschaft verkleinerte (Vorjahr: 5,1 Prozent). In den kommenden Monaten planen 10,7 Prozent der Befragten wieder mehr Personal ein (Vorjahr: 11,2 Prozent). Mit weniger Beschäftigten rechnen 7,8 Prozent der Betriebe (Vorjahr: 8 Prozent).

    Die vollständigen Ergebnisse der aktuellen Umfrage sind als Konjunkturbericht im Internet abrufbar unter www.hwk-heilbronn.de/konjunktur.

     

    Text- und Bildquelle: Handwerkskammer Heilbronn-Franken

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