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    Zukunft kommt von Können // Sieger im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks feierten in Flein

    Mehr als 300 Gäste feierten am 10. Dezember die besten jungen Handwerker aus der Region. Bei der Ehrungsfeier der Handwerkskammer für die Sieger im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2019 wurden rund 30 der besten Teilnehmer für ihre Erfolge ausgezeichnet. Kammerpräsident Ulrich Bopp gratulierte allen Siegern: "Ich hoffe, dass für viele von Ihnen der Leistungswettbewerb ein Ansporn ist, sich auch in Zukunft im Handwerk fortzubilden, sich zu messen und die Wirtschaftsmacht von nebenan voran zu treiben", betonte Bopp.

    Wettkämpfer geben Einblicke

    Wohin die erfolgreiche Teilnahme beim Leistungswettbewerb noch führen kann, erfuhren die jungen Handwerker von Julian Wally und Valmir Dobruna. Steinmetzgeselle Wally wurde 2018 Bundessieger im Leistungswettbewerb und nahm im Sommer 2019 an den World Skills im russischen Kasan teil. Der 22-Jährige brachte zwar keine Medaille aus Russland mit, dafür aber unvergessliche Erfahrungen. „Die Erlebnisse in Kasan sind wirklich einmalig und haben mich auch fachlich weitergebracht“, sagt Wally. Da verwundert es nicht, dass der gebürtige Siegelsbacher es nächstes Jahr noch einmal wissen will: „Ich habe eine Teilnahme bei den Euro Skills 2020 in Graz ins Auge gefasst.“ Dafür konnte er sich gleich Tipps von Valmir Dobruna holen. Der 27-Jährige wurde 2014 Europameister im Stuckateurhandwerk und Trockenbau bei den Euro Skills im französischen Lille. „Dafür haben wir im Nationalteam zwei Monate lang jeden Tag trainiert“, erinnert sich der Maler- und Stuckateurmeister, der einen eigenen Betrieb im Ilvesheim führt. „Das organisatorische und fachliche Wissen hilft mir heute noch im Betrieb“, ist er überzeugt. Sein Tipp an die Junghandwerker: „Setzt euch Ziele und kämpft dafür. Wenn ihr fleißig seid, erreicht ihr sie auch.“

    Zweite Wahl bringt ersten Platz

    Fleiß hat sich auch für Schornsteinfegerin Judith Krauter aus Wertheim bezahlt gemacht: Sie wurde 2019 beste Gesellin ihres Handwerks in Deutschland. Gelernt hat sie dieses bei Schornsteinfegermeister Rainer Rössler in Mulfingen. Die 25-Jährige setzte sich beim Wettbewerb in Rostock gegen sieben Mitstreiter durch und war von ihrem Erfolg selbst überrascht: „Ich hatte nicht erwartet so gut abzuschneiden.“ Dabei hatte sie beruflich erst einen anderen Weg eingeschlagen. Doch im Praktikum nach dem BWL-Studium merkte sie, dass das Leben im Büro ihr auf Dauer nicht liegt. Ausschlaggebend für die Berufswahl war dann ihr Vater, der Bezirksschornsteinfeger in Wertheim ist. „Im nächsten Sommer habe ich hoffentlich meinen Meister in der Tasche und möchte dann erst einmal Berufserfahrung sammeln“, erzählt Judith Krauter.

    Große Unterstützung im Wettbewerb

    Zerspanungsmechaniker Simon Weber aus Bietigheim-Bissingen sicherte sich beim bundesweiten Wettbewerb des Metallhandwerks in Northeim den zweiten Platz im Einsatzgebiet Drehtechnik. Der 22-Jährige lernte sein Handwerk bei der Schunk GmbH & Co. KG in Lauffen am Neckar. „Mein Ausbildungsbetrieb hat mich im Wettbewerb sehr unterstützt“, betont Weber. So durfte er vor dem Bundesentscheid noch einmal mit seinem Ausbilder trainieren. Aber „was auf mich zukommt, wusste ich nicht.“ Mit zwölf weiteren Teilnehmern musste er etwa an einer Drehmaschine ein Werkstück bearbeiten und ein CNC-Programm schreiben. Besonders gut in Erinnerung hat er dabei das Miteinander der Teilnehmer: „Wir kamen alle richtig gut miteinander klar und haben uns gegenseitig geholfen.“ Derzeit macht Simon Weber eine Weiterbildung zum Techniker. Danach möchte er weiter bei Schunk arbeiten.

    Top-Ausbildungsbetriebe 2019

    Neben den besten Junghandwerkern gab es auch Auszeichnungen für die besten Ausbildungsbetriebe der Region. Sechs Betriebe bekamen das Siegel „Top-Ausbildungsbetrieb 2019“ der Handwerkskammer verliehen. „Wir haben in unserem Kammerbezirk viele richtig gute Ausbildungsbetriebe, die eine hochwertige Ausbildung anbieten und permanent an der Weiterentwicklung der betrieblichen Ausbildungsqualität arbeiten“, freute sich Kammerpräsident Ulrich Bopp. Um das Ausbildungssiegel zu bekommen, durchläuft jeder Betrieb eine ausführliche Analyse und muss festgeschriebene Qualitätskriterien erfüllen. Erstmals verliehen wurde das Ausbildungssiegel der Kammer im Jahr 2015. Inzwischen gibt es insgesamt 47 „Top-Ausbildungsbetriebe“ im Kammergebiet.

     

    Quelle: Handwerkskammer Heilbronn-Franken
    Bildquelle: Foto Haass

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