Mutmacherinnen
Gülhan Atak
Ich habe in meinem Leben früh gelernt, Verantwortung zu übernehmen und mich durch Herausforderungen hindurchzukämpfen. In der Schule, im Beruf und auch privat gab es immer wieder Situationen, in denen ich vieles selbst bewältigen musste. Lange dachte ich, stark zu sein bedeutet, alles alleine schaffen zu müssen.
Heute sehe ich das anders. Wenn ich meinem jüngeren Ich etwas sagen könnte, dann wäre es: Lass Dir helfen. Du musst nicht alles alleine tragen. Unterstützung anzunehmen ist keine Schwäche.
Vielleicht ist genau das auch ein Grund, warum mir Mentoring so wichtig ist. Ich möchte für andere Frauen die Unterstützung sein, die ich mir selbst früher manchmal gewünscht hätte. Dabei möchte ich niemandem den Weg vorgeben, sondern zuhören, meine beruflichen und persönlichen Erfahrungen teilen, Mut machen, Impulse geben und Frauen darin bestärken, ihren eigenen Weg zu finden.
Besonders berührt hat mich, als meine Mentee mir nach einem unserer Treffen unter anderem schrieb, dass unser Austausch sie motiviert und inspiriert hat. Ihre Worte haben mir gezeigt, wie viel schon ein offenes und ehrliches Gespräch bewirken kann.
Und auch ich lerne aus diesen Begegnungen, denn jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte und Perspektive mit.
Heute weiß ich: Nichts ist für immer und für einen Neuanfang ist es nie zu spät.
MUTMACHERINNEN.
BEGLEITUNG,
DIE TÜREN ÖFFNET.
Zwölf Frauen. Zwölf Geschichten. Ein Ziel: Frauen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg in die Arbeitswelt stärken. Der Kalender der Kontaktstelle Frau und Beruf Heilbronn-Franken zeigt die Gesichter und Persönlichkeiten hinter diesem ehrenamtlichen Engagement.
Sie teilen ihre beruflichen Erfahrungen, geben Orientierung und machen Mut. Im persönlichen 1:1-Kontakt unterstützt die Mentorin dabei, Kompetenzen und berufliche Ziele sichtbar zu machen sowie Bewerbungen und Vorstellungsgespräche vorzubereiten. So lassen sich gemeinsam passende Wege in Qualifizierung, Ausbildung und Beschäftigung entwickeln.
ENGAGEMENT, DAS WIRKT.
Viele Mentees bringen wertvolle Qualifikationen, Berufserfahrung, Mehrsprachigkeit und neue Perspektiven mit. Das Mentorinnen-Programm schlägt die Brücke in den lokalen und regionalen Arbeitsmarkt. Das schafft berufliche Chancengleichheit und gibt der Fachkräftesicherung in Heilbronn-Franken spürbaren Rückenwind.
VORBILDER, DIE INSPIRIEREN.
Unsere Mutmacherinnen schenken Zeit, Erfahrung und ehrliches Feedback. Mit diesem Kalender sagen wir stellvertretend für alle Mentorinnen Danke an zwölf großartige Frauen, die den beruflichen Weg anderer nachhaltig verändern und mutig vorangehen.
WERDEN AUCH SIE
MUTMACHERIN.
Ihre Erfahrung kann Lebenswege verändern. Teilen Sie Ihre Berufserfahrung, Ihre Kontakte und Ihre Perspektiven. Werden Sie Mentorin und unterstützen Sie eine Frau dabei, beruflich in Heilbronn-Franken durchzustarten. Wir freuen uns auf Sie.
Kontaktstelle
Frau und Beruf Heilbronn-Franken
ÜBER DAS MENTORINNEN-PROGRAMM
FÜR MIGRANTINNEN
Das vom Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus geförderte Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf leistet seit 1994 einen wichtigen Beitrag zur Erschließung des Fachkräftepotenzials von Frauen und zur Förderung der Gleichstellung von Frauen im Beruf.
Das Mentorinnen-Programm für Migrantinnen ist ein absolutes Erfolgsmodell und ein Leuchtturmprojekt für die Wirtschaft im Land.
Das Mentorinnen-Programm ist ein zusätzliches Angebot der Kontaktstellen mit dem Ziel, Frauen mit Migrationshintergrund (Mentees) besser in den Arbeitsmarkt des Landes Baden-Württemberg zu integrieren. Dabei werden die beruflichen Interessen und Qualifikationen der Mentees ebenso berücksichtigt, wie der Wunsch von Wirtschaftsunternehmen, neue Fachkräfte zu gewinnen.
Weiterführende Links.
Die Fotografin
Semiha Eroglu – Menschen und Geschichten sichtbar machen
Die Porträts der „Mutmacherinnen“ stammen von Semiha Eroglu. Sie ist Fotografin und Filmemacherin und studierte Film und Video an der Merz Akademie Stuttgart. Ihre Arbeit verbindet Fotografie, Film, Storytelling und visuelle Kommunikation.
Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen Menschen, Biografien und Fragen von Identität und Sichtbarkeit. Semiha entwickelt eigene dokumentarische Formate und erzählt Geschichten mit einer persönlichen, nahbaren Bildsprache.
Eine besondere Arbeit ist ihre dokumentarische Fotoserie „Dear Mama“ – eine persönliche Hommage an ihre Mutter und zugleich an alleinerziehende Frauen. Die Serie beschäftigt sich mit Stärke, Fürsorge und den oft unsichtbaren Leistungen von Frauen. Ein Bild daraus wurde in der Staatsgalerie Stuttgart ausgestellt. Diese Haltung verbindet ihre Arbeit mit dem Projekt „Mutmacherinnen“: Auch hier stehen Frauen, ihre Persönlichkeit, ihre Erfahrungen und ihre Wirkung im Mittelpunkt.Mit ihren Porträts macht Semiha Eroglu nicht nur Menschen sichtbar, sondern auch das, wofür sie stehen. MUTMACHERINNEN Zwölf Frauen. Zwölf Geschichten. Ein Ziel: Frauen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg in die Arbeitswelt stärken. Der Kalender der Kontaktstelle Frau und Beruf Heilbronn-Franken zeigt die Gesichter und Persönlichkeiten hinter diesem ehrenamtlichen Engagement. Sie teilen ihre beruflichen Erfahrungen, geben Orientierung und machen Mut. Im persönlichen 1:1-Kontakt unterstützt die Mentorin dabei, Kompetenzen und berufliche Ziele sichtbar zu machen sowie Bewerbungen und Vorstellungsgespräche vorzubereiten. So lassen sich gemeinsam passende Wege in Qualifizierung, Ausbildung und Beschäftigung entwickeln.
