Mutmacherinnen
Olena Koparchuk
Ich bin Mentorin geworden, weil ich diesen einen Moment kenne, in dem jemand an dich glaubt, bevor du es selbst tust. Als ich nach Deutschland kam, war vieles neu: Sprache, Systeme, ungeschriebene Regeln. Was mich getragen hat, waren Menschen, die mir Orientierung gaben und mir halfen, meine Stärken in kleine, machbare Schritte zu übersetzen. Genau das möchte ich heute weitergeben.
Für mich ist Mentoring kein Perfektionsprogramm, sondern ein sicherer Raum: zuhören, ordnen, den nächsten Schritt sichtbar machen. Ich bringe meine Erfahrung aus Bildung, Projekten und interkultureller Zusammenarbeit ein – und auch Humor, denn der macht Schweres leichter.
Es gab Umwege und auch Pausen. Sie haben mir Resilienz beigebracht und die Gelassenheit, Fortschritt in Wochen und nicht in Wundern zu messen. Meinem jüngeren Ich würde ich sagen: Zeig dich. Frag früh um Hilfe. Und feiere die kleinen Erfolge, sie tragen dich weiter, als du denkst.
Von meinen Mentees lerne ich jedes Mal neu, wie viel Kraft in leiser Beharrlichkeit steckt. Vielleicht überrascht: Hinter meiner ruhigen Art steckt viel Bühne – ich liebe es, wenn Menschen beim Sprechen über sich plötzlich leuchten. Genau diesen Moment suche ich im Mentoring: Wenn Klarheit, Mut und eine kleine Chance zusammenkommen.
MUTMACHERINNEN.
BEGLEITUNG,
DIE TÜREN ÖFFNET.
Zwölf Frauen. Zwölf Geschichten. Ein Ziel: Frauen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg in die Arbeitswelt stärken. Der Kalender der Kontaktstelle Frau und Beruf Heilbronn-Franken zeigt die Gesichter und Persönlichkeiten hinter diesem ehrenamtlichen Engagement.
Sie teilen ihre beruflichen Erfahrungen, geben Orientierung und machen Mut. Im persönlichen 1:1-Kontakt unterstützt die Mentorin dabei, Kompetenzen und berufliche Ziele sichtbar zu machen sowie Bewerbungen und Vorstellungsgespräche vorzubereiten. So lassen sich gemeinsam passende Wege in Qualifizierung, Ausbildung und Beschäftigung entwickeln.
ENGAGEMENT, DAS WIRKT.
Viele Mentees bringen wertvolle Qualifikationen, Berufserfahrung, Mehrsprachigkeit und neue Perspektiven mit. Das Mentorinnen-Programm schlägt die Brücke in den lokalen und regionalen Arbeitsmarkt. Das schafft berufliche Chancengleichheit und gibt der Fachkräftesicherung in Heilbronn-Franken spürbaren Rückenwind.
VORBILDER, DIE INSPIRIEREN.
Unsere Mutmacherinnen schenken Zeit, Erfahrung und ehrliches Feedback. Mit diesem Kalender sagen wir stellvertretend für alle Mentorinnen Danke an zwölf großartige Frauen, die den beruflichen Weg anderer nachhaltig verändern und mutig vorangehen.
WERDEN AUCH SIE
MUTMACHERIN.
Ihre Erfahrung kann Lebenswege verändern. Teilen Sie Ihre Berufserfahrung, Ihre Kontakte und Ihre Perspektiven. Werden Sie Mentorin und unterstützen Sie eine Frau dabei, beruflich in Heilbronn-Franken durchzustarten. Wir freuen uns auf Sie.
Kontaktstelle
Frau und Beruf Heilbronn-Franken
ÜBER DAS MENTORINNEN-PROGRAMM
FÜR MIGRANTINNEN
Das vom Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus geförderte Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf leistet seit 1994 einen wichtigen Beitrag zur Erschließung des Fachkräftepotenzials von Frauen und zur Förderung der Gleichstellung von Frauen im Beruf.
Das Mentorinnen-Programm für Migrantinnen ist ein absolutes Erfolgsmodell und ein Leuchtturmprojekt für die Wirtschaft im Land.
Das Mentorinnen-Programm ist ein zusätzliches Angebot der Kontaktstellen mit dem Ziel, Frauen mit Migrationshintergrund (Mentees) besser in den Arbeitsmarkt des Landes Baden-Württemberg zu integrieren. Dabei werden die beruflichen Interessen und Qualifikationen der Mentees ebenso berücksichtigt, wie der Wunsch von Wirtschaftsunternehmen, neue Fachkräfte zu gewinnen.
Weiterführende Links.
Die Fotografin
Semiha Eroglu – Menschen und Geschichten sichtbar machen
Die Porträts der „Mutmacherinnen“ stammen von Semiha Eroglu. Sie ist Fotografin und Filmemacherin und studierte Film und Video an der Merz Akademie Stuttgart. Ihre Arbeit verbindet Fotografie, Film, Storytelling und visuelle Kommunikation.
Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen Menschen, Biografien und Fragen von Identität und Sichtbarkeit. Semiha entwickelt eigene dokumentarische Formate und erzählt Geschichten mit einer persönlichen, nahbaren Bildsprache.
Eine besondere Arbeit ist ihre dokumentarische Fotoserie „Dear Mama“ – eine persönliche Hommage an ihre Mutter und zugleich an alleinerziehende Frauen. Die Serie beschäftigt sich mit Stärke, Fürsorge und den oft unsichtbaren Leistungen von Frauen. Ein Bild daraus wurde in der Staatsgalerie Stuttgart ausgestellt. Diese Haltung verbindet ihre Arbeit mit dem Projekt „Mutmacherinnen“: Auch hier stehen Frauen, ihre Persönlichkeit, ihre Erfahrungen und ihre Wirkung im Mittelpunkt.Mit ihren Porträts macht Semiha Eroglu nicht nur Menschen sichtbar, sondern auch das, wofür sie stehen. MUTMACHERINNEN Zwölf Frauen. Zwölf Geschichten. Ein Ziel: Frauen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg in die Arbeitswelt stärken. Der Kalender der Kontaktstelle Frau und Beruf Heilbronn-Franken zeigt die Gesichter und Persönlichkeiten hinter diesem ehrenamtlichen Engagement. Sie teilen ihre beruflichen Erfahrungen, geben Orientierung und machen Mut. Im persönlichen 1:1-Kontakt unterstützt die Mentorin dabei, Kompetenzen und berufliche Ziele sichtbar zu machen sowie Bewerbungen und Vorstellungsgespräche vorzubereiten. So lassen sich gemeinsam passende Wege in Qualifizierung, Ausbildung und Beschäftigung entwickeln.
