Theorie trifft Praxis mit echtem Mehrwert: Beim erfolgreichen „Pitch Day“ des Pilotprojekts „Talent trifft Wirtschaft“ haben Studierende der Hochschule Heilbronn bewiesen, wie viel Innovationskraft in ihnen steckt. Ein Semester lang entwickelten die Master-Talente maßgeschneiderte Lösungen für reale Herausforderungen regionaler Betriebe – von der Digitalisierung im Vertrieb bis hin zu KI-gestützten Controlling-Tools. Das Ergebnis begeistert nicht nur die teilnehmenden Handwerks- und Mittelstandsbetriebe, sondern setzt auch wichtige Impulse für den weiteren Wissens- und Innovationstransfer in der Region.
Mit einem erfolgreichen Pitch Day ist das Pilotprojekt „Talent trifft Wirtschaft“ der WHF | Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH zu Ende gegangen. In Kooperation mit der Heilbronn University Graduate School (HUGS), Teil der Hochschule Heilbronn und der Handwerkskammer Heilbronn-Franken arbeiteten Studierende des Masterstudiengangs Unternehmensführung über ein Semester hinweg an realen Herausforderungen regionaler Unternehmen. Die teilnehmenden Betriebe Dietrich Särge, Metallbau Scherer GmbH, Stoll GmbH Maschinenbau und Bäckerei Weber GmbH & Co. KG brachten konkrete Fragestellungen aus ihrem Unternehmensalltag ein.
Von Prozessoptimierungen bis hin zu Zukunftsthemen. Ziel des Innovations-Hackathons war es, gemeinsam mit den Studierenden innovative und praxisnahe Lösungsansätze zu entwickeln. Beim abschließenden Pitch Day Ende Juni präsentierten die Studierenden-Teams ihre Ergebnisse vor den Unternehmensvertreterinnen und -vertretern.
Vielfältige Challenges aus der handwerklichen Praxis
Die Bandbreite der eingereichten Aufgabenstellungen spiegelte die typischen Herausforderungen des Mittelstands wider. Im Fokus standen unter anderem:
- Strukturierung und Digitalisierung des Vertriebs: Ein traditioneller Fertigungsbetrieb erhielt einen maßgeschneiderten Jahresmarketingplan. Neben modernen B2B-Kanälen wie Social-Mediakonzepten bewerteten die Studierenden auch die strategische Sinnhaftigkeit eines neuen Ersatzteilgeschäfts.
- Einführung von Software- und Controlling-Systemen: Um komplexe Datenmengen im Betrieb effizient nutzbar zu machen, konzipierten Studierende ein übersichtliches Kennzahlensystem. Mittels Code- Anwendungen bauten sie ein direkt einsatzbereites Controlling-Cockpit auf, das aufwendige Excel- Tabellen ersetzt.
- Prozessoptimierung und Markenaufbau: Für den Aufbau einer neuen Handelsmarke entwickelten die Teams integrierte ERP- und CRM-Prozessketten inklusive Lieferanten- und Einkaufsstrategien sowie konkreten Entwürfen für Webshops und digitale Vertriebskanäle.
- Mitarbeiterkommunikation und Fachkräftegewinnung: Neben den technologischen Herausforderungen wurden praxistaugliche Kommunikationskonzepte (von digitalen Apps für Mitarbeitende bis zu analogen Kommunikationsboards) sowie innovative Kampagnen zur Gewinnung junger Talente der Generation Z entworfen.
Die teilnehmenden Betriebe zeigten sich begeistert von der Professionalität, dem Engagement und den kreativen Ideen der Master-Studierenden. Besonders der frische Blick von außen auf eingestaubte Herausforderungen und die hohe Praxisrelevanz der Ergebnisse überzeugten auf ganzer Linie. Für die Unternehmen steht fest: Einige der präsentierten Konzepte sind so ausgereift, dass sie direkt in die Praxis umgesetzt oder intern weiterverfolgt werden.
Auch für die Studierenden war das Projekt eine wertvolle Erfahrung. Sie konnten ihr theoretisches Wissen an realen Praxisfällen anwenden, interdisziplinär zusammenarbeiten und direkte Einblicke in die Herausforderungen mittelständischer Unternehmen gewinnen. Gleichzeitig bietet das Format ihnen die Möglichkeit, frühzeitig Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern zu knüpfen. „Es war sehr viel Arbeit, aber es lohnt sich“ teilte eine Studierende im Abschlussgespräch mit.
„Talent trifft Wirtschaft“ ist Teil des Projekts Regionale Innovationssysteme (RIS) und verfolgt das Ziel, den Wissens- und Innovationstransfer in der Region Heilbronn-Franken nachhaltig zu stärken. Der erfolgreiche Abschluss des Pilotprojekts unterstreicht das große Potenzial dieses Formats und zeigt, wie durch den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft innovative Lösungen mit echtem Mehrwert entstehen.




