Frauenwirtschaftstage 2026 in Heilbronn-Franken: Zukunft gestalten, Potenziale heben, Region stärken

Wenn vom 16. bis 24. Oktober 2026 die 22. Frauenwirtschaftstage Baden-Württemberg stattfinden, ist Heilbronn-Franken erneut mit einem umfangreichen Programm vertreten. Für die Kontaktstelle Frau und Beruf Heilbronn-Franken sind die vom Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg initiierten Frauenwirtschaftstage seit vielen Jahren einer der Höhepunkte im Jahresprogramm. Im Jubiläumsjahr der Kontaktstelle – 10 Jahre Frau und Beruf Heilbronn-Franken – zeigt sich dies in besonderer Weise: Mit acht Veranstaltungen, unterschiedlichen Formaten und Angeboten an zahlreichen Orten der Region spannt das diesjährige Programm einen außergewöhnlich breiten thematischen Bogen.

Unter dem landesweiten Schwerpunktthema „Erfolgreich. Gleich. Berechtigt. – Ökonomische Gleichstellung als Wirtschaftspotenzial“ rücken die Frauenwirtschaftstage 2026 die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen und deren Bedeutung für ein selbstbestimmtes Leben in den Mittelpunkt. Gleichzeitig wird deutlich: Gleichstellung ist längst nicht nur eine gesellschaftspolitische Aufgabe. Sie ist eine wirtschaftliche Zukunftsfrage.

Genau hier setzt die Kontaktstelle Frau und Beruf Heilbronn-Franken an.

Frauen sind ein entscheidendes Fachkräftepotenzial

In Zeiten des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und tiefgreifender Veränderungen der Arbeitswelt kann es sich eine Wirtschaftsregion nicht leisten, Potenziale ungenutzt zu lassen. Frauen verfügen über Qualifikationen, Berufserfahrung, Kompetenzen und Entwicklungspotenziale, die für Unternehmen und Organisationen zunehmend unverzichtbar sind.

Dabei geht es nicht allein um den beruflichen Wiedereinstieg. Es geht ebenso um Aufstieg und Führung, berufliche Neuorientierung, technologische Kompetenzen, finanzielle Eigenständigkeit, Sichtbarkeit, Gründung und Selbstständigkeit – und um die Frage, unter welchen Bedingungen Frauen ihre Potenziale dauerhaft in den Arbeitsmarkt einbringen können.

Die Frauenwirtschaftstage schaffen hierfür seit Jahren einen besonderen Raum: für Wissen und Qualifizierung, für Begegnungen, für Diskussion und Vernetzung, aber auch dafür, neue berufliche Wege überhaupt erst sichtbar zu machen.

Dass die Veranstaltungen in Heilbronn-Franken regelmäßig auf große Resonanz stoßen und Frauen die Angebote über Jahre hinweg immer wieder wahrnehmen, zeigt den Bedarf. Gleichzeitig leisten solche Formate einen Beitrag zur Attraktivität des Wirtschafts- und Lebensstandortes Heilbronn-Franken: Eine Region, die berufliche Entwicklung ermöglicht, Kompetenzen fördert und unterschiedliche Lebens- und Karrierewege mitdenkt, wird auch für Fachkräfte attraktiver.

Themen auswählen, bevor sie zum Schlagwort werden

Hinter dem Programm der Frauenwirtschaftstage steckt deshalb weit mehr als die Organisation einzelner Veranstaltungen. Die Themen werden von der Kontaktstelle gemeinsam mit ihren regionalen Kooperationspartnerinnen und -partnern über Monate entwickelt, diskutiert und auf ihre Relevanz für Frauen und für die regionale Wirtschaft geprüft.

Im Mittelpunkt steht immer die Frage: Was beschäftigt Frauen heute und welche Kompetenzen, Informationen und Zugänge brauchen sie für die Arbeitswelt von morgen?

Das Programm 2026 spiegelt zugleich zentrale Arbeitsschwerpunkte der Kontaktstelle für 2026 und 2027 wider: Künstliche Intelligenz und MINT beziehungsweise Future Skills, Frauen im Handwerk, finanzielle Eigenständigkeit, Führung und berufliche Sichtbarkeit sowie Resilienz und die Fähigkeit, die eigene berufliche Entwicklung selbstbestimmt zu gestalten.

Damit verbindet die Veranstaltungsreihe technologische und wirtschaftliche Zukunftsthemen ganz bewusst mit den individuellen Voraussetzungen dafür, diese Chancen auch nutzen zu können.

KI verändert Tätigkeiten, Berufsbilder und Kompetenzanforderungen. Das Handwerk eröffnet angesichts des Fachkräftebedarfs und anstehender Betriebsnachfolgen enorme Chancen für Frauen. Finanzwissen und souveräne Gehaltsverhandlungen sind Voraussetzungen wirtschaftlicher Eigenständigkeit. Führung braucht neben fachlicher Kompetenz Klarheit, Kommunikation und Sichtbarkeit. Und eine zunehmend dynamische Arbeitswelt verlangt auch die Fähigkeit, Grenzen zu setzen, mit Belastungen umzugehen und den eigenen beruflichen Weg immer wieder bewusst auszurichten.

Diese Themen stehen nicht nebeneinander. Sie gehören zusammen.

Von KI über Handwerk bis zur finanziellen Eigenständigkeit

Wie groß die Bandbreite ist, zeigt das Programm.

Den Auftakt bildet ein Online-Workshop zur Frage, wie Frauen in Führung und auf dem Weg dorthin auch in schwierigen Gesprächssituationen überzeugend kommunizieren können. In Heilbronn folgt mit „Zwischen allem entsteht Zukunft“ ein Veranstaltungstag, der KI-Kompetenz, Achtsamkeit, Kommunikation, Selbstbehauptung und berufliche Sichtbarkeit miteinander verbindet.

In Künzelsau steht mit „Frauen und Geld“ die finanzielle Eigenständigkeit im Mittelpunkt. In Crailsheim geht es bei Procter & Gamble um eine der derzeit zentralen Fragen des Arbeitsmarktes: Wird künstliche Intelligenz zum Karriereknick oder kann sie zur Karrierebrücke werden?

Dass technologische Transformation nicht abstrakt bleiben muss, sondern für Beschäftigte und Unternehmen konkrete Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet, ist dabei eine wesentliche Botschaft: Nicht jede Frau muss zur KI-Spezialistin werden. Entscheidend ist, Veränderungen zu verstehen, neue Werkzeuge souverän einsetzen zu können und die eigene Beschäftigungsfähigkeit weiterzuentwickeln.

Mit „Frauen im Handwerk – Wege. Chancen. Wirtschaftspotenzial.“ richtet die Kontaktstelle den Blick auf einen weiteren Zukunftsbereich. Frauen sind im Handwerk nicht nur potenzielle Fachkräfte. Sie sind Meisterinnen, Führungskräfte, Unternehmerinnen und Betriebsnachfolgerinnen. Gerade angesichts von Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolge liegt hier erhebliches Potenzial.

In Bad Mergentheim geht es um die Fähigkeit, den eigenen Wert zu kennen, zu kommunizieren und in Gehaltsgesprächen souverän zu vertreten.

Den Abschluss bildet in Öhringen ein bewusst anderes Format: Unter dem Titel „Lebst Du noch – oder wirst Du gelebt?“ verbindet eine Autorenlesung mit Marlen Zeisl Literatur und Diskussion über Funktionieren, Selbstverlust, Überforderung und den Mut, den eigenen Weg wiederzufinden.

Starke Programme entstehen durch starke Partnerschaften

Eine besondere Stärke der Frauenwirtschaftstage in Heilbronn-Franken liegt in der regionalen Zusammenarbeit. Die Kontaktstelle entwickelt und realisiert die Angebote nicht isoliert, sondern gemeinsam mit einem über Jahre gewachsenen Netzwerk.

Agenturen für Arbeit und Jobcenter, Hochschulen und Bildungseinrichtungen, Landkreise und Kommunen, Wirtschaftsförderungen, Kammern, Unternehmen, Netzwerke und weitere regionale Institutionen bringen ihre Expertise, ihre Zugänge zu Zielgruppen und ihre Perspektiven ein.

So entstehen Veranstaltungen, die nah an den tatsächlichen Herausforderungen von Frauen und Unternehmen sind. Gleichzeitig werden Angebote dort sichtbar und zugänglich, wo Frauen leben und arbeiten – von Heilbronn über Hohenlohe und den Landkreis Schwäbisch Hall bis in den Main-Tauber-Kreis.

Gerade diese Zusammenarbeit macht die Frauenwirtschaftstage zu einem Beispiel dafür, wie regionale Netzwerkarbeit funktionieren kann: Kompetenzen bündeln, aktuelle Herausforderungen gemeinsam erkennen und daraus Angebote entwickeln, die konkret etwas bewegen.

„Für uns sind die Frauenwirtschaftstage weit mehr als eine Veranstaltungsreihe. Sie zeigen, was möglich wird, wenn wir die Themen der Frauen, die Veränderungen des Arbeitsmarktes und die Bedarfe der Unternehmen zusammendenken. Frauen sind ein enormes Fachkräfte- und Zukunftspotenzial unserer Region. Dieses Potenzial sichtbar zu machen, Frauen zu stärken und gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern konkrete Zugänge zu beruflicher Entwicklung zu schaffen, ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit“, sagt Claudia Pfähler, Leiterin der Kontaktstelle Frau und Beruf Heilbronn-Franken.

Im zehnten Jahr ihres Bestehens setzt die Kontaktstelle damit ein deutliches Zeichen: Frauenförderung, Fachkräftesicherung und Standortentwicklung sind keine getrennten Themen. Wer Frauen berufliche Perspektiven eröffnet, investiert zugleich in die Zukunftsfähigkeit der gesamten Region Heilbronn-Franken.

Die Frauenwirtschaftstage 2026 in Heilbronn-Franken im Überblick

Freitag, 16. Oktober 2026 | 17:00–20:00 Uhr | Online

Menschen überzeugen, die Recht haben wollen Mit Marie-Theres Braun, Rhetorik- und Verhandlungstrainerin. Ein interaktiver Workshop für Frauen in Führungspositionen und auf dem Weg dorthin rund um Überzeugungskraft, Kommunikation und Verhandlung. Infos & Anmeldung →

Samstag, 17. Oktober 2026 | 9:00–14:30 Uhr | Heilbronn

Zwischen allem entsteht Zukunft DHBW Heilbronn, Bildungscampus 5, Gebäude C. Keynote zu feministischer KI sowie Workshops zu KI-Kompetenzen, Achtsamkeit, Kommunikation, Grenzen, Souveränität und Sichtbarkeit. Infos & Anmeldung →

Dienstag, 20. Oktober 2026 | 17:00–20:00 Uhr | Künzelsau

Frauen und Geld – Was Frauen über Finanzen wissen müssen Sparkasse Hohenlohekreis, Hauptstelle Künzelsau. Mit Prof. Dr. Marlene Haupt zu Geldanlage, ETFs, Altersvorsorge und finanzieller Eigenständigkeit. Infos & Anmeldung →

Mittwoch, 21. Oktober 2026 | 19:00–22:00 Uhr | Crailsheim

Karriereknick oder Karrierebrücke? Wie KI unsere Arbeitswelt verändert. Procter & Gamble Manufacturing GmbH. Mit Irina Weiß-Avetisyan und Begrüßung durch Werksleiterin Ilkay Ormandy. Optional finden bereits um 18:00 Uhr und 18:30 Uhr Betriebsführungen statt. Infos & Anmeldung →

Donnerstag, 22. Oktober 2026 | 13:30–15:00 Uhr | Online

Frauen im Handwerk – Wege. Chancen. Wirtschaftspotenzial. Mit Lara und Alina Soyez sowie Vertreterinnen von Agentur für Arbeit, Kontaktstelle Frau und Beruf und Handwerkskammer Heilbronn-Franken. Im Mittelpunkt stehen Einstieg, Aufstieg, Führung, Selbstständigkeit und Betriebsnachfolge im Handwerk. Infos & Anmeldung →

Donnerstag, 22. Oktober 2026 | 15:00–19:00 Uhr | Stimpfach / HOSTA

Walk & Talk für führungsinteressierte Frauen mit Unternehmensbesuch bei HOSTA Mit Coach und Wanderführerin Anke Wiest sowie anschließendem Austausch mit HOSTA-Geschäftsführerin Laura Opferkuch und weiteren Führungsfrauen. Infos & Anmeldung →

Donnerstag, 22. Oktober 2026 | 18:30–21:00 Uhr | Bad Mergentheim

Nie mehr unter Wert verkaufen – Gehaltsgespräche souverän führen Volksbank eG Neckar Odenwald Main Tauber, Marktplatz 10. Mit Anna-Daniela Pickel, Dozentin, Coach und Mediatorin. Infos & Anmeldung →

Freitag, 23. Oktober 2026 | 18:00–20:00 Uhr | Öhringen

Lebst Du noch – oder wirst Du gelebt? Blauer Saal im Schloss Öhringen, Marktplatz 15. Autorenlesung mit Marlen Zeisl aus „Irreversible – I’m on my way“ und anschließende Diskussion über Funktionieren, Überforderung, Selbstwahrnehmung und den Mut, den eigenen Weg wiederzufinden. Infos & Anmeldung →

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