Zukunftswiesen Summit 2026: Gemeinsam den Aufbruch gestalten

„Es wird Zeit für Aufbruch. Zeit, Mut zu zeigen. Zeit, Lösungen zu bauen.“ Unter diesem Leitmotiv versammelte der Zukunftswiesen Summit 2026 Mittelstand, Start-ups, Visionäre und Investoren in der Arena Hohenlohe, um die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken aktiv mitzugestalten. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der 28. April, an dem die WHF als Gastgeber des Wirtschaftstags 2026 fungierte – im Auftrag der WFG des Landkreises Schwäbisch Hall und der W.I.H. Wirtschaftsinitiative Hohenlohe – powered by WHF | Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH.

WHF-Sportpanel mit Bernhard Feßler (WHF), Johannes Schmalzl (Würth Stiftung), Moderator Christian Veit, Antonia Baumgart (Vielseitigkeitsreiterin) und Michaela Rohrbein (DOSB, v.l.n.r.).

 

Dass dieser Dialog dringend notwendig ist, unterstrich WHF-Geschäftsführer Bernhard Feßler in seinem Impuls zur digitalen Transformation des öffentlichen Sektors. Er verdeutlichte, dass Zukunft weder abgewartet noch erwartet werden kann – sie müsse aktiv gestaltet werden. In einem dynamischen Umfeld, das durch technologische Innovationen wie dem IPAI und den damit verbundenen Spill-Over-Effekten geprägt ist, sei eine Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Verwaltung auf Augenhöhe unverzichtbar. Der Summit setze hierbei wichtige Akzente, um den Wirtschaftsstandort Heilbronn-Franken – das „offene Herz des Mittelstands“ – gemeinsam auf das „Next Level“ zu heben.

Gerhard Bauer, Landrat des Landkreises Schwäbisch Hall, betonte in seinem Grußwort, dass wirtschaftliche Standfestigkeit in Zeiten tiefgreifender Veränderungen entscheidend sei. Dabei unterstrich er die proaktive Gestaltung des Fortschritts: „Um Zukunft muss man sich kümmern, sie passiert nicht von allein.“ Mit Blick auf die Herausforderungen forderte Bauer eine partnerschaftliche Zusammenarbeit sowie verlässliche Rahmenbedingungen: „Der Austausch ist wichtiger denn je, denn wir brauchen weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und eine starke Infrastruktur, um gemeinsam erfolgreich zu bestehen.“

Am eigenen Stand informierte die WHF gemeinsam mit den Landkreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe über die Angebote und Möglichkeiten der Region und sammelte wertvolles Feedback von den Besuchern.

 

Unter dem Titel „Effizienz durch Innovation – Transformation in der Verwaltung“ bot Marcus Herwarth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Leonhard Weiss GmbH & Co. KG, eine praxisnahe Perspektive auf die notwendige Modernisierung. Aus der Sicht eines führenden Unternehmens der Bau- und Dienstleistungsbranche betonte er, dass bürokratische Hürden und langsame Entscheidungsprozesse den Fortschritt bremsen. Sein Plädoyer für den „Break-out“ ist ein Aufruf zu mehr Tatkraft: „Wir brauchen einen Break-out mit neuen Ideen, Produkten und Dienstleistungen, die wir konkret umsetzen und die uns befähigen, schneller gemeinsam zu handeln.“ Dabei betonte er, dass Innovationen nicht in starren Regelwerken zu finden seien, sondern Mut und Zuversicht erforderten. Zugleich betonte er: „Wir dürfen nicht alles schlecht reden. Es braucht Mut, Zuversicht und den Willen, dass wir gemeinsam die Zukunft bauen können.“

Im interaktiven Teil mit Sarah Schmidt, Geschäftsführerin der Wirtschaftsinitiative Hohenlohe, und David Schneider, Geschäftsführer der WFG Schwäbisch Hall, wurden die Erwartungen der Teilnehmenden an die regionale Wirtschaftsförderung gebündelt. Im Fokus standen vor allem mehr Standortmarketing und bessere Beratungsangebote, weniger Bürokratie, vereinfachte Verfahren, stärkere digitale Angebote sowie Investitionen in Digitalisierung, Bildung und Infrastruktur. Auch flächendeckender Glasfaserausbau, die Schließung von Mobilfunklöchern und schnellere Genehmigungsverfahren wurden als zentrale Anliegen genannt.

David Schneider (WFG Schwäbisch Hall) und Sarah Schmidt (Wirtschaftsinitiative Hohenlohe, W.I.H.) gestalteten einen interaktiven Part gemeinsam mit dem Publikum.

 

Im Panel „Verwaltung der Zukunft. Entlastung durch digitale Lösungen“ wurde deutlich, dass die öffentliche Verwaltung nur dann schneller und praxistauglicher werden kann, wenn Prozesse neu gedacht werden. Dr. Dieter Salomon, Vorsitzender des Normenkontrollrats Baden-Württemberg und Hauptgeschäftsführer der IHK Südlicher Oberrhein, mahnte an, Berichts- und Dokumentationspflichten zu verschlanken. Susanne Bay, Regierungspräsidentin des Regierungspräsidiums Stuttgart, machte deutlich, dass nicht nur digitale Lösungen, sondern vor allem die Prozesse selbst verbessert werden müssen. Timo Frey, Bürgermeister der Stadt Bad Friedrichshall und Vorsitzender des Regionalverbands Heilbronn-Franken, warb für den Einsatz von KI und eine engere Verzahnung von Wirtschaft und Verwaltung. Marcus Herwarth plädierte für mehr Mut und weniger Perfektionismus, während Jann Hendrik Swyter, Geschäftsführer der Veigel GmbH + Co. KG, eine „Schritt-Innovation“ mit mehr Tempo und Durchsetzungskraft forderte.

Im Panel „Verwaltung der Zukunft. Entlastung durch digitale Lösungen“ war Moderatorin Nadine Hansen (links) unter anderem mit Timo Frey und Jann Swyter (links) im Gespräch.

 

In der anschließenden Talk-Runde „Konkret und pragmatisch: Wie die Region die Erkenntnisse umsetzen kann“ wurde der Blick von den großen Leitfragen auf die praktische Umsetzung gelenkt. Ian Schölzel, Landrat des Hohenlohekreises, hob dabei die Innovationskraft in Baden-Württemberg hervor und verwies auf die Arbeit des GovTech Campus, der mit Projekten wie SPARK KI-basierte Open-Source-Module für die Verwaltung entwickelt. Jens Mosthaf, Leiter des GovTech Campus Baden-Württemberg, machte deutlich, dass die Region schon vieles gut mache, die nächsten Schritte aber nur mit gebündelten Kräften und politischem Mut gelingen könnten. Isabell Rathgeb, Unternehmerin, Führungskräftecoach und Kommunalpolitikerin, betonte aus ihrer Doppelperspektive die Bedeutung von schlankeren Prozessen, weniger Doppelstrukturen und mehr Brücken zwischen Unternehmen, Investoren und Verwaltung, etwa durch runde Tische und einen besseren Austausch zwischen allen Beteiligten.

Zum Abschluss des Summits blickten Bernhard Feßler und Samuel Keitel, Jungunternehmer und Initiator des Zukunftswiesen Summit, noch einmal auf die zentralen Erkenntnisse des Tages zurück. Feßler stellte heraus: „Das wir das Vereinende suchen und finden und nicht das Trennende kultivieren, das ist entscheidend.“ Keitel ergänzte, dass es beim Zukunftswiesen Summit um nicht weniger als die Zukunft von Deutschland gehe – und damit auch um die Frage, wie Verwaltung, Wirtschaft und Region gemeinsam handlungsfähig bleiben.

 

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